Das lernst du auf diesem Arbeitsblatt
- den atomaren Aufbau von reinem Metall und Legierung unterscheiden
- erklären, wie Kohlenstoff die Eigenschaften von Stahl verändert
- das Spannungs-Dehnungs-Diagramm lesen und beschriften
- die Zugfestigkeit Rm aus Kraft und Querschnitt berechnen
- Lies den Sachtext M1 und vergleiche das Atombau-Bild M2. Erkläre in Antwortkachel ①, warum Stahl härter ist als reines Eisen.
- Vervollständige den Lückentext mithilfe von M1 und dem Wortspeicher.
- Beschrifte im Diagramm M3 die vier markierten Stellen ①–④ und fülle die Tabelle der Legierungselemente aus.
- Berechne die Zugfestigkeit Rm (Rechenaufgabe) und entscheide bei den Aussagen: richtig oder falsch?
- Bearbeite zum Schluss die ★ Sternchenaufgabe und fülle die Selbsteinschätzung ehrlich aus.
Stahl ist der wichtigste metallische Werkstoff der Technik. Er besteht überwiegend aus Eisen (Fe) und enthält bis zu 2,06 % Kohlenstoff (C). Schon dieser geringe Kohlenstoffanteil verändert die Eigenschaften erheblich.
Reines Eisen ist weich und gut verformbar: Seine Atome sitzen in gleichmäßigen Schichten, die leicht aneinander vorbeigleiten. Baut man Fremdatome ein, werden diese Schichten verzerrt — sie gleiten schwerer. Der Werkstoff wird härter und fester.
Je mehr Kohlenstoff der Stahl enthält, desto härter und fester wird er — gleichzeitig sinken jedoch seine Zähigkeit, Verformbarkeit und Schweißbarkeit. Deshalb lassen sich Stähle mit hohem Kohlenstoffgehalt nur schwer schweißen.
Durch das Zulegieren weiterer Elemente werden die Eigenschaften gezielt eingestellt. Chrom (Cr) macht Stahl korrosionsbeständig („rostfrei"), Nickel (Ni) erhöht die Zähigkeit, Mangan (Mn) verbessert Festigkeit und Verschleiß. Solche Werkstoffe heißen legierte Stähle.
Wie belastbar ein Stahl ist, prüft man im Zugversuch: Eine genormte Probe wird langsam auseinandergezogen, die Kraft wird gemessen. Das Ergebnis ist das Spannungs-Dehnungs-Diagramm (M3). Im elastischen Bereich kehrt die Probe nach Entlastung in ihre Form zurück. An der Streckgrenze (Re) beginnt die bleibende Verformung. Die höchste Spannung ist die Zugfestigkeit (Rm). Danach schnürt die Probe ein, bis sie bricht.
